GOA Hauptzentrale, 09:55, kurz vor der Frühstückspause…

Der Supportmitarbeiter: „Frau Le Rhun, ich schaff es einfach nicht .. für jede Registrierung, die ich in die Datenbank hacke kommen 10 neue aus dem Drucker gerattert.“

G. Le Rhun: „Männer, Männer, Männer .. ich schaff es nicht, dass hab ich erst heute Nacht von meinem Mann wieder gehört.“

Der Supportmitarbeiter: „Vielleicht hätten wir die Flash-Seite doch von einer professionellen Firma entwickeln lassen sollen?“

G. Le Rhun: „Quatsch, mein Neffe studiert jetzt schon 20 Semester Informatik, der sollte es doch wohl am besten Wissen wie man sowas macht.“

Der Supportmitarbeiter: „Aber vielleicht würde es ja etwas helfen, wenn wir noch etwa 10-20 Studenten für die manuelle Nachbearbeitung engagieren würden?“

G. Le Rhun: „Wollen Sie mich ruinieren? Wer sollte auch davon ausgehen, dass bei ca. 100.000 ausgegebene Beta-Keys alle gleichzeitig Ihren Code registrieren lassen wollen?“

G. Le Rhun: „Bisher hat das mit uns beiden und DAOC doch auch geklappt die ganzen Jahre über, kaum Serverausfälle, keine ungelösten Supportanfragen und die Patches waren auch im Schnitt nach 2-3 Monaten lokalisiert.“

Der Supportmitarbeiter: „Wenn Sie’s sagen.“

G. Le Rhun: „Kommen Sie mal, wir machen erstmal Frühstückspause, und heut Mittag lad ich Sie zum Essen ein. Hier um die Ecke gibt es ganz vorzügliche Weinbergschnecken und als Hauptgang .. ach lassen wir uns einfach mal überraschen.“

Warhammer Online = World of Warcraft

Die Gleichung stellte letzte Woche Richard Bartle in einem Interview bei Massively.com auf, indem er sagte:

„I’ve already played Warhammer. It was called World of Warcraft.“

Und wie bei einem Stich ins Wespennest versammelten sich alle selbsternannten MMORPG-Koryphäen, um dem armen Richard jegliche Kompetenz abzusprechen.

Einem Mann, der das Genre quasi Erfunden hatte.

Ich denke er hat recht in einem gewissen Sinne!

WO basiert auf genau den selben Werten wie WoW: Level, Items, Grind. Das Grundkonzept ist das gleiche, nur die Ausführung, das Setting, der Schwerpunkt ist ein anderer.

Ich würde mir wünschen, dass ein Publisher mal den Mut fasst etwas neues zu probieren. Dies wird mit Sicherheit kein Blockbuster MMO, welches Millionen verschlingt, da man hier lieber die sichere Schiene (WoW) fährt, so wie es WO macht. Aber es könnte ein neuer Anfang sein, für etwas wirklich Neues.

Ich glaube genau das wollte Richard Bartle provozieren, einen Denkanstoss geben um dieses Genre voranzutreiben.

Wie wäre es mit einem Spiel ohne Level und ohne XP, in dem man aber trotzdem Erfahrung sammeln und anwenden kann. Ein wenig mehr Real Life und ein bisschen weniger „Number crunching“. Eine Welt die sich nachhaltig verändert und bei der nicht alle 5 Min auf den Reset-Knopf gedrückt wird.

Boltac schaut in die Kugel

wir schreiben das Jahr 2010 und..

  • World of Warcraft begrüsst seinen 15 Millionsten Abonnenten. Im Frühjahr erscheint die lang erwartete dritte Erweiterung, mit der endlich auch das Housing eingeführt wird.
  • Warhammer Online kann kaum seine Produktionskosten einspielen. Nach anfänglicher Euphorie gehen die Abonnementzahlen immer weiter nach unten. PVE-Carebears wollen halt nicht, das ihre Stadt vom Feind besetzt wird und auch im Jahre 2010 ist die PVP-Gemeinde eher überschaubar.
  • Bioware launcht den WoW-Killer schlechthin, wäre er im Fantasy Universum angesiedelt. Aber sie mussten ja ein Star Wars MMORPG mit KOTOR Hintergrund machen und so versammelt sich dort eine zwar eingeschworene aber doch überschaubare Personenzahl. Kein Flop wie Warhammer aber auch kein WoW.

Wahrheitsgehalt dieser Vorhersagen: 99,9%