The Good, the Bad and the Ugly Quest

Ich will hier jetzt mal gar nicht auf den, meiner Meinung nach, schlechtesten übersetzten Filmtitel der Geschichte eingehen – wie kommt man auf die Idee einen Film, der ganz offensichtlich von 3 (drei) Hauptdarstellern handelt, mit „2 (zwei) glorreiche Halunken“ zu übersetzen?

Egal, der eigentliche Sinn dieses Posts ist die Qualifizierung von den allseits beliebten Quests in gute, schlechte und hässliche 😉

The Good

Leider viel zu selten anzutreffen, versetzt sie den Spieler mitten ins Geschehen. Die Story ist ansprechend und man will nicht ausloggen, bevor man die Quest beendet hat. Sie fordert sowohl das Beherrschen  des Gameplays als auch den Geist. Beispiel: Flugmount Quest (Vanguard: Saga of Heroes), COH Chests (Anarchy Online)

 the Bad

„Hey du da, ich steh hier schon den ganzen Tag rum und such irgend nen Idioten, der mir 15 Wombatpelze besorgt, damit ich meiner Ollen mal ein Shirt stricken kann, was auch über Ihren fetten Bauchnabel geht.“  Ja wir kennen sie alle, die „Töte X“-Quests. Ihr gehäuftes Auftreten macht sie allerdings nicht besser. Beispiel: Nicht wirklich nötig

and the Ugly

Man nehme eine Quest Marke „the Bad“ und mache sie Wiederholbar. Das ganze nennt man dann „Daily Quest“ oder landläufig „Daily Grind“. Diese Art von Quests sind ganz hervorragend dazu geeignet, wenn man sowieso was anderes machen wollte, z.B. Fernseh gucken, ein Buch lesen oder das Essen kochen. Man weiß ganz genau Was, Wann, Wo und Wieso passiert und kann seine anderen Aktivitäten darauf abstimmen. Beispiel: Ich bitte euch

Meine Lösung wäre ja, alles was „Bad“ und „Ugly“ ist ersatzlos zu streichen, aber was würde dann aus WoW?

Die Mär von der Quest

to Quest – suchen, forschen   Beolingus

Mal Ehrlich, wer hat denn bei seiner letzten Quest wirklich nach etwas gesucht, ausser den Mobs die er killen muss und das nur deswegen, weil er den Questtext nicht gelesen hat, geschweige denn nach etwas geforscht?

99,9% aller Quests sind doch mit einem Rezept zum Wasserkochen gleichzusetzen. Und sollte dennoch etwas im unklaren sein, so wird bestimmt der nächste Patch auch diese Lücke schliessen.

Nicht umsonst taucht desöfteren der Begriff des „Quest grinden“ auf. OK – XP grinden, Faction grinden und jetzt auch noch Quests grinden, wo bleibt da die Innovation?

Wie wäre es denn mal mit Quests, welche nicht sofort alles preisgeben, welche vielleicht zuerst gar nicht als solche erkannt werden.

Ein Beispiel:

Ich komme frohen Mutes in ein kleines Bergdorf und erfahre dort, durch Gespräche mit den Ansässigen Bewohnern, das des Nachts immer wieder Schafe von der Weide verschwinden.

Also lege ich mich des Nachtens auf die Lauer und sehe wie ein seltsames Wesen mit riesigen Hauern eins der Schafe erlegt und in den Wald verschleppt. Übereilt töte ich das Wesen und erbeute einen seltsamen Stein mit dem ich nichts anzufangen weiß. Ich ziehe am nächsten Morgen weiter und werde nie erfahren, was es mit diesem Wesen auf sich hatte.

Ich könnte jedoch auch das Wesen verfolgen, mich nicht von ihm sehen lassen und beobachten, wie es an einer bestimmten Stelle im Felsen den merkwürdigen Stein auflegt und dadurch eine Tür zu einem Höhlenverlies öffnet.

In der nächsten Nacht töte ich das Wesen dann, erbeute den Stein und mit meinem Wissen öffne ich das Höhlenverlies und gelange an ein paar schöne Schätze.

Ja, so könnte es sein – nein, so müsste es sein!

Vielleicht werden wir es ja noch erleben 😉