Der Kölner Hexenprozess

oder, die Rückkehr des Doktor Pfeiffer (mit drei „f“).

Stellt euch einmal vor, ihr geht Sonntags in die Kirche und ein gewisser Timm Thaler, der Junge der seinen Lachen verkauft hat Dr. Christian Pfeiffer schaut euch von der Kanzel herab an und verliest eine Predigt bezüglich des 5. Gebotes.

Klingt komisch, ist aber so.

„Wir brauchen zu dieser Thematik eine konstruktive Diskussion, damit wir gemeinsam Lösungen der dargestellten Probleme erarbeiten können.“

proklamiert er und herausgekommen ist der von den Koryphäen Spitzer und Pfeiffer unterzeichnete

Kölner Aufruf

Prof. Dr. Manfred Spitzer ist übrigens der Mann mit dem Tabascotest.

Spitzer: „Nun, Beispiel: Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen oder eben was anderes und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach – die tun da wirklich viermal mehr da rein -, vierfach aggressiver werden. Und es gibt eine Reihe von solchen Tests, wo man Aggressivität ganz objektiv messen kann.“

Mir war gar nicht bewusst, dass das Problem der Monokausalität in der heutigen Psychologie keine Rolle mehr spielt. Was wäre wohl gewesen, wenn die Probanden statt eines Killerspiels ein rasantes Rennspiel oder eine nervenaufreibende Runde Fußball gespielt hätten? Bestimmt hätten Sie Himbeersirup oder Vernell Weichspüler in ihren Drink gemixt, aber wenn man nur die Auswahl zwischen Tabasco und Tabasco hat…

Mein Lieber Herr Prof. Dr. Spitzer, objektivität definiere ich anders.

Aber zurück zur „konstruktiven Diskussion“, diese begann Herr Dr. Pfeiffer beim legendären Münchner „Schweinefirma“ Spielekongress, am besten lässt es sich natürlich konstruktiv Diskutieren wenn man unter sich bleibt und endete vorerst im bereits erwähnten „Kölner Aufruf“.

Ein bisschen bin ich schon gespannt, womit Herr Dr. Pfeiffer uns demnächst beglücken wird, in diesem und im Sinne von Herrn Prof. Dr. Spitzer – nicht soviel Tabasco in den Drink..

Prost!

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Die Geschichte von der Dampfmaschine,

oder wie erkläre ich Herrn Dr. Pfeiffer, mit drei „f“, die neuen Medien.

Ja, da ist er wieder unser Herr Dr. Christian Pfeiffer und erklärt uns, warum wir so dumm sind, wie wir sind.

Es liegt ganz eindeutig an der Anzahl der Bildschirme in unseren Wohnräumen. Das kann ich auch vollkommen Nachvollziehen, denn seitdem wir einen Fernseher im Schlafzimmer haben musste ich feststellen, das mein Punktescore bei Dr. Kawashima sich um 3,467% verschlechtert hat.

Dies wird auch der Grund sein, warum William Henry Gates III. sich bei Microsoft zurückgezogen hat. Schaut euch nur mal sein Haus an, dort streckt einen die Keule der Dummheit so dermaßen nieder, dass man lieber in Rente geht und sich sabbernd von seiner Frau die Suppe einflössen lässt.

Gerne lasse ich mich von jemandem belehren, der besagte Medien nur aus Betrachtungen, Screenshots und Erzählungen seiner Schwester (siehe hierzu auch das Paradebeispiel Bioshock – muss man gelesen haben) her kennt, sie aber niemals selber genutzt hat. Wie könnte er auch sonst eine solch intelligente Studie verfassen.

Natürlich gäbe es auch banalere Gründe für dieses Pisa-Dilemma, aber wer will schon was von sozialem Umfeld oder Schulen die nur vermitteln aber nicht lehren hören?

Lieber Herr Pfeiffer ich wünsche Ihnen noch viel Glück beim einstreichen von Geldern, damit Sie auch weiterhin solch fundierte Studien über uns herabregnen lassen können.