Shadowbane – die fast persistente Spielwelt

Man stelle sich mal vor Blizzard würde sich in 2 Jahren überlegen „ach lass uns doch mal alle Server und Charaktere löschen und ganz von vorne beginnen, schliesslich haben wir hier ein größeres Update, welches so elementare Dinge wie Recast-Timer von bestimmten Zaubersprüchen ändert.“

Genau das geschieht gerade bei Shadowbane.

Schaut man sich die Update Notes an, findet man nicht wirklich einen triftigen Grund, warum hier ein Neustart erforderlich wäre — würde da nicht ganz am Ende so ein kurzer Satz stehen:

  • Various dupes and exploits were fixed.

Oha, mag da wohl die Ökonomie des Spiels ein wenig aus den Fugen geraten sein?

Jetzt stelle man sich vor, Blizzard würde einen solchen Wipe durchführen und als Antwort von der Community nur Lobeshymnen empfangen.

Auch das geschieht gerade bei Shadowbane.

Also, wieviel Persistenz steckt denn nun in diesem MMORPG, welches nach 5 Jahren einen kompletten Wipe erfährt?

Ich würde sagen, genauso viel wie in all den anderen MMORPG’s. Dort gibt es zwar keinen Wipe aber Battlegrounds, die nach einer gewissen Zeit wieder dem Urzustand anheim fallen oder Epic Swords + 5, welche mit der nächsten Erweiterung zu Gummischwertern mutieren oder Monstercamps, denen eine Genozid gleiche Ausrottung bevorsteht, nur um 5 Min später wieder im blühenden Leben aufzuerstehen, oder .. oder .. oder …

Klingt komisch, ist aber so.

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Blizzard goes PvP

Wenn man sich die Rede von Rob Pardo auf der GDC anschaut kommt man nicht um die Vermutung herum, dass Blizzards nächstes MMO von Grund auf dem PvP Gedanken verschrieben ist.

Ein Multimillionen-Dollar Budget wird ihnen auch hierbei helfen, ein erfolgreiches, ausgereiftes Spiel auf den Markt zu bringen.

Hier dagegenhalten zu wollen ist für viele Spielefirmen ein zu großer Wurf. Ich hoffe die Konkurrenz wird sich darauf besinnen, ein gutes innovatives Spiel zu entwickeln und nicht zu sehr auf Verkaufszahlen zu schielen, bevor die erste Zeile Code geschrieben wurde.

200K – 300K Subscriber sind durchaus als Erfolg zu werten, man schaue sich nur Eve-Online an. Mehr solcher „Nischenprodukte“ wünschte ich mir, wo der Fokus der Designer und Publisher auf dem eigenen Produkt liegt und sie eben nicht anderen „Überfliegern“ nachweinen.

Vielleicht wird uns ja im nächsten Jahr der ein oder andere Publisher überraschen und Spiele wie Earthrise oder The Secret World werden Ihre erfolgreiche Nische finden.

Boltac’s Zukunftsprognose für das Jahr 2030

Ich möchte mal eine Prognose abgeben, wie ich mir die Interaktion im Jahre 2030 zwischen Spieler und Spiel vorstelle.

  1. Vergesst Monitore. Eine Kontaktlinse wird euch das Bild direkt vors Auge bringen, echte 3D Umgebungen sind damit kein Problem mehr. Die Stromversorgung ist simpel per Induktion gelöst.
  2. Der 3D Sound wird ebenfalls durch kabellose Ohrstecker direkt zum Sinnesorgan gebracht.
  3. Steuern werden wir die Spiele durch eine Kombination von Sensorik-Gegenständen (à la Wii-Remote), je nach Anwendungsfall z.B. eine Pistole, Schwert oder Lenkrad und Neural Processing (die Auswertung von Gehirnströmen).
  4. Riechen .. nein, ich denke nicht, dass das einer unserer wichtigen Sinne ist, ich glaube auch nicht, das wir das alles riechen wollen, was uns schon jetzt optisch manchmal Übel lassen wird.
  5. Fühlen werden wir wohl auch nichts, da werden wir noch ein paar Jahrzehnte warten müssen bis wir einen Port à la Otherland installiert bekommen.

Die vorgetragenen Punkte sind für mich die logische Fortsetzung der bisherigen Entwicklung, einzig im Zeitrahmen mag ich mich irren.

Gary rollt keine Würfel mehr :-(

Gary Gygax verstarb gestern früh im Alter von 69 Jahren.

Was würden wir heute spielen, wenn er nicht 1974 Dungeons & Dragons ins Leben gerufen hätte?

Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich zusammen mit meinem Bruder D&D gespielt habe. Und als das ganze dann auf einmal als Computerspiel erschien war ich wahrlich nicht mehr von meinem C64 zu trennen.

Vor 20 Jahren erschien der erste Teil aus der Gold Box Serie „Pool of Radiance“. Darauf folgten „Curse of the Azure Bonds“, „Secret of the Silver Blades“ und viele viele weitere Titel wie z.B. „Buck Rogers: Countdown to Doomsday“ von dem ich noch ein Original besitze 😉

Auch neuere Titel wie „Baldur’s Gate“, „Neverwinter Nights“ und „Dungeons & Dragons Online“ bauten auf dem Spielsystem von Gary Gygax auf. Fast alle MMORPG’s heutzutage enthalten Elemente von Gygax D&D Regeln oder davon abgewandelte wie z.B. das Levelsystem oder das Skillsystem.

Der Name Gary Gygax wird für immer mit dem Begriff Rollenspiel verbunden bleiben genauso wie Elvis mit Rock’n Roll, dies ist mit Sicherheit keine Übertreibung.

Gary war immer ein „Spieler von Herzen“ und wird wohl ein paar d24-Würfel mitgenommen haben, man weiss ja nie wen man trifft.