Philips verwendet Raketentechnologie

Folgendes Feature wird bei der 5000er Serie von Philips besonders hervorgehoben:

0 W Stromverbrauch, wenn das Gerät ausgeschaltet ist

Mit dem integrierten Ein-/Ausschalter an diesem Fernseher können Sie Strom sparen. Dank des Schalters verbraucht das Gerät keinen Strom, auch wenn es noch mit dem Stromnetz verbunden ist.

Wahrlich Raketentechnologie!

Der Kölner Hexenprozess

oder, die Rückkehr des Doktor Pfeiffer (mit drei “f”).

Stellt euch einmal vor, ihr geht Sonntags in die Kirche und ein gewisser Timm Thaler, der Junge der seinen Lachen verkauft hat Dr. Christian Pfeiffer schaut euch von der Kanzel herab an und verliest eine Predigt bezüglich des 5. Gebotes.

Klingt komisch, ist aber so.

“Wir brauchen zu dieser Thematik eine konstruktive Diskussion, damit wir gemeinsam Lösungen der dargestellten Probleme erarbeiten können.”

proklamiert er und herausgekommen ist der von den Koryphäen Spitzer und Pfeiffer unterzeichnete

Kölner Aufruf

Prof. Dr. Manfred Spitzer ist übrigens der Mann mit dem Tabascotest.

Spitzer: “Nun, Beispiel: Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen oder eben was anderes und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach – die tun da wirklich viermal mehr da rein -, vierfach aggressiver werden. Und es gibt eine Reihe von solchen Tests, wo man Aggressivität ganz objektiv messen kann.”

Mir war gar nicht bewusst, dass das Problem der Monokausalität in der heutigen Psychologie keine Rolle mehr spielt. Was wäre wohl gewesen, wenn die Probanden statt eines Killerspiels ein rasantes Rennspiel oder eine nervenaufreibende Runde Fußball gespielt hätten? Bestimmt hätten Sie Himbeersirup oder Vernell Weichspüler in ihren Drink gemixt, aber wenn man nur die Auswahl zwischen Tabasco und Tabasco hat…

Mein Lieber Herr Prof. Dr. Spitzer, objektivität definiere ich anders.

Aber zurück zur “konstruktiven Diskussion”, diese begann Herr Dr. Pfeiffer beim legendären Münchner “Schweinefirma” Spielekongress, am besten lässt es sich natürlich konstruktiv Diskutieren wenn man unter sich bleibt und endete vorerst im bereits erwähnten “Kölner Aufruf”.

Ein bisschen bin ich schon gespannt, womit Herr Dr. Pfeiffer uns demnächst beglücken wird, in diesem und im Sinne von Herrn Prof. Dr. Spitzer – nicht soviel Tabasco in den Drink..

Prost!

Wolle und Wolle

mal bitte Hand aufheben, wer die beiden noch kennt?

Ah, ich sehe einige Mitdreißiger und Ü40er kennen Sie noch und dabei sind Sie noch so eifrig und Technik interessiert wie eh und je.

Einst im WDR, da gab es eine Sendung “Computerclub” genannt. Von 1983 bis 2003, ganze 20 Jahe lang, lieferten Sie innovatives, skurriles und nerdiges zum Thema Computer, bis der WDR beschloss, die Sendung abzusetzen. Trotz einiger Petitionen konnte der WDR nicht dazu bewegt werden, die Sendung wieder ins Programm zu nehmen. Damit starb die letzte verbliebene Wissenschaftssendung im deutschen Fernsehen, welche wirklich Wissen schaffte.

An dieser Stelle sei auch die Sendung “Unser Kosmos” empfohlen, welche ebenfalls 1983 ihr deutsche Erstausstrahlung hatte. Der wunderbare Carl Sagan führte durch diese Sendung die dem Ur-Gedanken des öffentlich rechtlichen Fernsehens nicht nur zu unterhalten sonder auch zu bilden entsprach.

Aber zurück zu Wolle und Wolle, seit 2005 beglücken uns die beiden nun mit dem “Computerclub 2″ Podcast. Und er sei allen empfohlen, die mal ein bisschen mehr über Hintergründe erfahren wollen über neue Techniken, Wissenschaften und manchmal auch ein wenig über Verschwörungstheorien ;)

Pragmatische Spieleentwicklung

Beim stöbern durchs Internet ist mir doch folgender Thread in die Hände gefallen:

World of Warcraft 2

Ein Schelm, wer dort einen Troll vermutet ;-)

Don’t forgive the unforgiven

Heut möchte ich mal was zu meinem zweit-liebsten Thema von mir geben:

Der Musik

Wie soll ichs sagen, ohne das ich ein “Explicit”-Schildchen an meinen Blog kleben muß? Ach egal…

Normalerweise höre ich eigentlich nur CD’s oder Podcasts in meinem Auto, doch wie das Schicksal es so wollte, hatte ich an jenem Montag Nachmittag mein Radio eingeschaltet. Und es erklang…

Stefanie Heinzmann – The Unforgiven

Trotz sofortigem Brechreiz konnte ich mich dazu überwinden mir das ganze Stück anzuhören und obwohl ich schon viel schlechte Musik in letzter Zeit gehört habe und damit meine ich nicht Musik, die mir nicht gefällt, Musik die nicht unserem kulturellen Breitengrad entsprungen ist oder 12-Ton Musik, nein ich meine schlechte Musik, die schlecht gemacht ist, schlecht vorgetragen wird oder schlecht komponiert ist, schlug diese Darbietung dem Fass den Boden aus.

Lieber Herr Komponist, haben Sie für Ihre rudimentären Grundkenntnisse im “Magix Music Maker” eigentlich Geld genommen?

Liebe Stefanie, hat man dir beim Einsingen eigentlich das richtige Arrangement vorgespielt und hast du eigentlich verstanden was du da singst?

Lieber Produzent, wundert es dich wirklich, dass jemand keine 15€ für solch ein Machwerk ausgeben möchte und es sich allerhöchstens aus dem Internet saugt?

Ne ganz ehrlich, um sowas zu produzieren braucht man mit ein wenig Geschick vielleicht 2 Stunden plus die Studiozeit zum Einsingen, sagen wir mal noch ne Stunde, wenn man einigermaßen konzentriert ist.

Traurig, traurig aber so ist es heutzutage leider, gute Musik ist vorhanden, genauso wie früher, nur wird mittlerweile zuviel Müll produziert um die Taschen der Verantwortlichen zu füllen.

Von einem Link habe ich abgesehen, aber auf Youtube könnt ihr euch das Machwerk mal anhören.

Retro Look #1: Tennis for Two

Ziemlich genau 50 Jahre ist es nun her, dass ein gewisser Mr. William Higinbotham ein Oszilloskop missbrauchte um darauf den Eisprung seiner Frau zu berechnen ein Tennisspiel abzubilden.

Darauf folgte Pong, Doom und WoW .. naja vielleicht ist mir das ein oder andere Spiel entgangen, aber dafür haben ich ja jetzt die Rubrik “Retro Look” ins Leben gerufen ;-)

Die Telekom und der Schweizer Käse

Das Imperium schlägt zurück und ernennt Manfred Balz (63) zum neuen obersten Datenschützer der Deutschen Telekom.

Eigentlich wollte er ja nächste Woche seinen wohlverdienten Ruhestand antreten, aber wer kann schon einen Vorstandsposten mit geregeltem Einkommen ausschlagen? Und wenn dann die nächste größere Datenpanne ans Tageslicht tritt, dann hat man gleich ein passendes Bauernopfer parat. Somit wäre der Ruhestand nur um ein paar Monate verschoben.

Den betriebsinternen Chefanwalt zum obersten Datenschützer zu berufen ist genau so sinnig, wie einen Personalchef zum Betriebsratsvorsitzenden zu wählen. Den offensichtlichen Grund, der Einflussnahme, will hier natürlich keiner eingestehen ist aber nur schwer von der Hand zu weisen.

Was das ganze mit Schweizer Käse zu tun hat?

Die Löcher in selbigem sind bestimmt genauso groß, wie die Löcher im Sicherheitsnetz der Deutschen Telekom und damit ist nicht die IT gemeint, sondern der Mensch. Denn der Datenklau ist zum überwiegenden Teil den eigenen unterbezahlten oder geldgeilen (vom Vorstand vorgelebt) Mitarbeitern zuzuschreiben ;)

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